Hausbesuche!
Kein Gold- oder Schmuckverkauf bei Hausbesuchen!
In unserer Region werden derzeit häufig zahlreiche Flyer verteilt, in denen der Ankauf von Haushaltsgegenständen, Porzellan Uhren, Schreibmaschinen, Modeschmuck, Briefmarken, Pelze, und ähnlichen Gegenständen angeboten wird. Besonders aufmerksam sollten Sie werden, wenn auf solchen Flyer und/oder bei Kontaktaufnahme ein kostenloser Hausbesuch angeboten wird.
Wir raten dringend davon ab, fremde Ankäufer in die Wohnung zu lassen oder Wertgegenstände bei einem Hausbesuch zu verkaufen.
Häufig wirkt das Angebot zunächst harmlos: Es wird damit geworben, dass angeblich alte Gegenstände, Haushaltswaren oder Sammlerstücke angekauft werden. Im Gespräch wird dann oft gezielt nach Goldschmuck, Silber, Münzen, Uhren oder anderen Wertgegenständen gefragt. Gerade ältere Menschen oder Personen, die den tatsächlichen Wert ihres Schmucks nicht kennen, können dadurch unter Druck geraten.
Besonders kritisch sind Hausbesuche, weil Sie sich dabei in einer ungünstigen Situation befinden: Die Bewertung findet nicht in einem Geschäft statt, es gibt oft keine transparente Prüfung, keine nachvollziehbare Waage, keine unabhängige Vergleichsmöglichkeit und keine Bedenkzeit. Wer allein zu Hause ist, kann sich schnell bedrängt fühlen und vorschnell verkaufen. Dabei werden Edelmetalle häufig zu 90% und mehr unter Wert angekauft. Sie erhalten also nur einen Bruchteil dessen, was Sie bei einem Goldankäufer im Ladengeschäft erhalten würden.
Bitte beachten Sie daher:
- Verkaufen Sie Gold, Schmuck, Münzen oder Uhren niemals spontan an der Haustür oder bei einem Hausbesuch.
Suchen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit einen (seriösen) Goldankäufer mit Ladengeschäft auf. Fragen Sie im Bekannten- und Freundeskreis nach Empfehlungen für Goldankäufern mit Ladengeschäft.
- Lassen Sie keine fremden Ankäufer in Ihre Wohnung.
- Holen Sie immer ein Vergleichsangebot ein.
- Bestehen Sie auf eine transparente Prüfung, eine sichtbare Waage und eine schriftliche Abrechnung.
- Geben Sie Wertgegenstände an Hausbesucher niemals Bargeldlos gegen Quittung aus der Hand, die Quittung könnte gefälscht sein.
- Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen.
- Sprechen Sie vorher mit Angehörigen, Nachbarn oder einer Vertrauensperson.
Ein seriöser Ankauf findet in Geschäftsräumen statt, mit vollständiger Anschrift, nachvollziehbarer Bewertung, Quittung, Ausweis des Ankäufers und ausreichender Bedenkzeit. Misstrauen ist angebracht, wenn nur eine Mobilnummer angegeben ist, kein vollständiges Impressum vorhanden ist oder der Ankauf bei Ihnen zu Hause stattfinden soll.
Wenn Sie einen solchen Flyer erhalten haben, werfen Sie ihn nicht sofort weg. Fotografieren oder bewahren Sie ihn auf, insbesondere Vorder- und Rückseite sowie die angegebenen Kontaktdaten. Bei einem unguten Gefühl oder einem konkreten Verdacht können Sie sich an die Polizei z.B. Pforzheim 07231 – 1860 die Verbraucherzentrale Baden Württemberg 0711 – 669110 oder eine Vertrauensperson wenden.
Bitte warnen Sie auch ältere Angehörige, Nachbarn und Bekannte.
Merksatz:
Gold, Schmuck und andere Wertgegenstände gehören nicht an die Haustür. Kein Verkauf bei Hausbesuchen!